Mit „leichtem Schwung“ gewonnen: caspar. überzeugt mit erstem Brückenentwurf.



25.01.2021

Das Städtische Klinikum Karlsruhe lobte einen Wettbewerb für einen Brückenbau aus, der die neue Hubschrauberplattform des Klinikums mit der benachbarten Helios Klinik verbinden soll. Das Kölner Architekturbüro caspar. und Werner Sobek Ingenieure aus Stuttgart konnten mit ihrem gemeinsamen Entwurf „Leichter Schwung“ überzeugen.

Das größte Krankenhaus in der Region Mittlerer Oberrhein beabsichtigt im Rahmen eines Neubaus der Hubschrauberlandeplattform die Planung einer dazugehörigen Verbindungsbrücke. Die Brücke soll die Plattform beziehungsweise das Städtische Klinikum Karlsruhe mit der benachbarten Helios Klinik verbinden, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet. Für die Umsetzung des Projekts schrieb das Karlsruher Klinikum einen Wettbewerb aus. Das Ziel: Eine Brücke, die architektonisch und stadtplanerisch auf die bestehenden und geplanten Anbindungspunkte antwortet.

Für den Kölner Architekten Caspar Schmitz-Morkramer und sein Team hat der Wettbewerbsgewinn eine besondere Bedeutung: Es handelt sich um ihr erstes
Brückenprojekt, das gleich zum Erfolg führte – ein Ergebnis der vielseitigen, interdisziplinären Aufstellung des Architekturbüros und der guten Zusammenarbeit mit Werner Sobek Ingenieure aus Stuttgart.

Mit „leichtem Schwung“ überspannt die 54 Meter lange Brücke die Franz-Lust-Straße und fließt dialogisch in den städtebaulichen Kontext ein: Ein dynamischer und zugleich ruhiger Körper, der sich architektonisch unterordnet und behutsam seine ästhetische Wirkung entfaltet. Farben und Materialien reihen sich in die helle Palette der Klinikgebäude ein. So dominieren die Bäume der Allee weiterhin den Straßenraum.

Die Konstruktion des Brückenbaukörpers als langlebiges Stahlfachwerk überzeugt durch ihre klare und ausgewogene Formensprache. Die hellen skulpturalen Gabelstützen beziehen sich mit ihrer Verästelung auf die benachbarten Bäume und ermöglichen ein filigranes und ökonomisches Tragwerk. „Die Fassade aus transluzenten Profilglaselementen nimmt geschickt die Farbgebung der angrenzenden Klinikfassade auf und bildet einen harmonischen Farbkontrast zur bestehenden Baumallee“, urteilt die Jury. Der Ausführungsbeginn schließt sich an den luftfahrtrechtlichen Neubau der Hubschrauberplattform an. Dieser ist für April 2021 geplant. Ende 2022 soll die Brücke in Betrieb gehen.



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